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Chronik

Chronik

 

Auf insgesamt 486 Buchseiten mit vielen Informationen aus dem Unterzentrum, topographischen Karten in der Gegenüberstellung heute und vor reichlich 80 Jahren, farbigem Luftbild und einem Ortsplan neuesten Datums enthält das in hervorragender Druck und Bindetechnik hergestellte Buch eine Fülle von Angaben zur Dorf- und Familienchronik. Von frühgeschichtlicher Darstellung des Siedlungsgebietes mit dem in Fachkreisen international bekannten Opferplatz am Thorsberger Moor über umfassende Angaben zu Kultur-, Vereins- und Wirtschaftsleben, Details aus kirchlichem und schulischem Bereich bis hin zu chronologisch geordneten Daten und Fakten aus der Gegenwart reicht die breit gefächerte Themenpalette. Auch die Zeit der Nazi-Diktatur mit einschneidender Veränderung des dörflichen Geschehens durch obrigkeitliche Willkür wird in dieser Chronik Neufassung nicht ausgeklammert.

 

In der durch zahlreiche Schwarzweißfotos, Grafiken und Farbbilder aufgelockerten Textzusammenstellung sind allein rund 260 Seiten dem informativen Straßen- und Grundstücksverzeichnis vorbehalten. Haus für Haus wird dort über alle Wohn- und Betriebsgrundstücke und deren Besitzer berichtet. Derartige Angaben sind es erfahrungsgemäß ganz besonders, die eine Dorfchronik für viele Jahre zu einem unentbehrlichen Nachschlagewerk machen. Reichlich zwei Jahre haben fleißige Redaktionsmitglieder an dieser neuen Süderbrarup-Chronik gearbeitet. Mehr geballte Information über einen historischen Siedlungsplatz und den heute im südlichen Angeln herausragenden Wirtschaftsstandort ist nicht zu haben! Und das alles zu einem Preis, der zuletzt dank einiger (bescheiden auf der letzten Buchseite benannter) Sponsoren aufhorchen lässt: 22 Euro machen das Buch nicht nur außergewöhnlich preiswert; die neue Süderbrarup-Chronik ist vor allem lesenswert. Erhältlich ist "Süderbrarup - Marktort und Unterzentrum` im örtlichen Buchhandel, bei unseren Geldinstituten, in der Amtsverwaltung und an Besuchstag zusätzlich im Gemeindearchiv.

 

© 2006 by Gemeinde Sü­der­bra­rup, Kreis Schleswig-Flensburg

 

Alle Rechte vorbehalten: Redaktionsleitung: Karl Lehne; Redaktionsmitarbeit: Friedrich Bennetreu, Regina Burgwitz, Helmut Marxen, Leonhard Möller, Dörte Tüxen, Marlies Tüxen; Fotos/Bildmaterial: F. Bennetreu, R. Burgwitz, P. Horstmann, C. Kuhl, L. Möller, Gemeinde­archiv, Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf, Schleswig Luftbild: Peter Mai, Tarp Satz: Breklumer Print-Service, 25821 Breklum Druck und buchbinderische Verarbeitung: Druckerei Steinmeier, 86720 NördlingenISBN: 3-7793-6917-6 Inhalt

 

Inhalt

 

Sü­der­bra­rup in vergangener Zeit. Die Beiträge des Postmeisters Adolf Petersen
Erdgeschichtliches aus Sü­der­bra­rup - Das Hünengrab - Das Thorsberger Moor- Die Bedeutung des Moorfundes von Thorsberg - Die Entwicklung der Kulturlandschaft - Beschreibung des Ortes und seiner Flur - Die Heilige Quelle - Schwere Kriegszeiten - De Franzosentied - Die Erhebung - Der dänische Druck- Das Zeitalter des Sandmannes Jacob Hansen - Das Handwerk - Entstehung einer Verbindungsstraße - Sü­der­bra­rup und die Eisenbahnen - Der erste Weltkrieg - Das demokratische Zeitalter - Unser Dorf im dritten Reich - Schlussbemerkung der Redaktion zum Beitrag des Postmeisters

Die Fundstellen aus ur- und frühgeschichtlicher Zeit
Die Landwirtschaft in vergangenen Tagen

Die Flurnamen
NS-Zeit, Kriegs- und Nachkriegswirren
Die Gefallenen der Kriege
Kurzdarstellung des Ortes, Daten und Fakten

Streifzug durch sechs Jahrzehnte Ortsentwicklung - Die Opfer des Absturzes auf Kreta -Die Bürgermeister nach dem Zweiten Weltkrieg - Einwohnerstatistik und Gemeindefinanzen - Die Polizei - Die Freiwillige Feuerwehr - Das Gemeindearchiv - Die Gemeindebücherei -


Kirchen
Die evangelische Kirchengemeinde - Die katholische Kirchengemeinde - Die dänische Kirchengemeinde - Die neuapostolische Kirchengemeinde


Bildungseinrichtungen
ADS-Kindergarten - Evangelischer Jacobi-Kindergarten - Dänischer Kindergarten Sü­der­bra­rup (Sønder Brarup Danske Børnehave) - Wald- und Naturkindergarten Süderbrarup e.V.


Die Sü­der­bra­ruper Schulen
Volksschule - Grundschule Sü­der­bra­rup und Förderverein - Thorsbergschule (Hauptschule und Förderschule) und Förderverein - Sonderschule für Lernbehinderte/Förderschule L - Realschule, ehemals Mittelschule und Förderverein - Schule am Markt – Schule für Geistigbehinderte und Förderverein - Dänische Schule – Sønder Brarup Danske Skole - Jugendaufbauwerk Süderbrarup (JAW) - Amtsvolkshochschule Süderbrarup e.V.


Kultur-, Vereins- und Wirtschaftsleben
Brarupmarkt – das große Volksfest - Brarupmarkt vör hunnert Johren -Arbeiterwohlfahrt, OV Sü­der­bra­rup e.V. (AWO) und Sparclub der AWO - Deutscher Amateur-Radio Club e.V. (DARC), Ortsverband Sü­der­bra­rup - Deutsches Rotes Kreuz, Ortsverein Sü­der­bra­rup e.V. (DRK) - Diakonisches Werk Angeln - Evangelische Frauenhilfe im Kirchspiel Sü­der­bra­rup - Heimatverein der Landschaft Angeln e.V. - Hospizdienst im Kirchenkreis Angeln e.V. - Imkerverein Mittelangeln - Kaninchenzuchtverein U92 Sü­der­bra­rup und Umgebung e.V. -  Kleingärtnerverein Sü­der­bra­rup e.V. - Landfrauenverein Sü­der­bra­rup - Männerchor Sü­der­bra­rup - Naturschutzverein Sü­der­bra­rup und Umgebung e.V. - Rassegeflügelzuchtverein Sü­der­bra­rup und Umgebung e.V. - Reiterverein Südangeln e.V. - Rinderzucht Schleswig-Holstein eG (RSH), Abt. Angler - RUNDUM e.V. Kulturverein Sü­der­bra­rup - Sozialverband Deutschland, Ortsverband Sü­der­bra­rup - Sparclub Freude - Südschleswigscher Verein Sü­der­bra­rup (SSF) - Touristikverein Schleidörfer e.V. - Turn- und Spielverein Sü­der­bra­rup e.V. (TSV) - Wirtschaftsverein Sü­der­bra­rup e.V.

Süderbrarup – Haus für Haus

 

Der Chronist Adolf Petersen

 

Adolf Petersen

 

Adolf Petersen wurde am 20. Mai 1874 als Sohn des Schuhmachermeisters Thomas Petersen und seiner Frau Dorothea Luise in Steinfeld geboren. Dort besuchte er von 1880 bis 1889 die Schule. Nach seiner Schulzeit trat er in den Postdienst ein, arbeitete zunächst in verschiedenen Postämtern unserer Provinz und übernahm am 1. März 1899 die Leitung des Postamtes in Sü­der­bra­rup.

 

Am 11. Mai 1900 heiratete Adolf Petersen die Bauerntochter Magda Schmidt aus Kius. Im Jahr 1902 errichtete der Postmeister das Postgebäude in der Bahnhofstraße, das noch heute der Familie Petersen gehört. Adolf Petersen gelang es, das Postnetz auf 42 umliegende Gemeinden zu erweitern und organisatorisch dem hiesigen Postamt anzugliedern. Als der Postmeister 1939 in den Ruhestand ging, waren im Postbezirk Sü­der­bra­rup rund einhundert Mitarbeiter tätig.

 

In den Jahren nach der Inflation bekam Postmeister Petersen viel zusätzliche Arbeit. Zu den Ehrenämtern für Kirche und Schule, die er schon viele Jahre ausübte, kamen mehrere Aufgaben im kommunalen Bereich und im Vorsitz des Bürgervereins hinzu. Meinungsverschiedenheiten mit anderen Gemeindevertretern in der Zeit des Dritten Reiches und seine Abneigung gegen den Nationalsozialismus veranlass­ten ihn, nach den Kommunalwahlen 1933 insgesamt elf Ehrenämter niederzulegen.

 

Im 2. Weltkrieg verfasste Adolf Petersen jeden Monat einen Heimatbrief für etwa vierhundert Soldaten. Diese Information aus der Heimat erfreute sich bei den Soldaten an der Front großer Beliebtheit.

 

Bei Kriegsende 1945 wurde Postmeister a.D. Adolf Petersen vom Schleswiger Landrat mit Zustimmung der englischen Militärregierung als ehrenamtlicher Bürgermeister in Sü­der­bra­rup eingesetzt. Damit hatte er noch im Alter von 71 Jahren in schwerer Zeit ein öffentliches Amt zu übernehmen. Als dann jedoch nach dem Ergebnis der Kommunalwahl im Herbst 1946 eine dänisch orientierte Mehrheit in der Gemeindevertretung den Bürgermeister stellen konnte, zog sich Adolf Petersen zurück; er blieb zunächst noch stellvertretender Bürgermeister, Standesbeamter und Vorsitzender in einigen kommunalen Zweckverbänden.

 

In seiner Freizeit widmete sich Adolf Petersen mit ganz besonderem Interesse der Heimatgeschichte. Immer wieder führte ihn der Weg in das Kieler Staatsarchiv, wo er sich aus Büchern, Dokumenten und Fachschriften wichtige Informationen holte. Die Dorfbücher für Dollrott (1938), Brebel (1939), Nottfeld (1940) und Steinfeld (1941) sind von ihm geschrieben worden. An dem Dorfbuch für Sü­der­bra­rup hat der Postmeister ebenfalls lange gearbeitet, aber die Drucklegung einer Sü­der­bra­rup-Chronik hat er nicht mehr erlebt. Der in unserer Region weithin bekannte Heimatforscher und Dorfchronist verstarb am 22. August 1949. ...

 

Ist Ihr Interesse geweckt? Wie bereits erwähnt: Erhältlich ist "Süderbrarup - Marktort und Unterzentrum` im örtlichen Buchhandel, bei unseren Geldinstituten, in der Amtsverwaltung und am Besuchstag zusätzlich im Gemeindearchiv.