Allgemeine Informationen

„Das Kirchspiel Süderbrarup erstreckt sich der Länge nach von Westen, wo es an Loit, nach Osten wo es an Rabenkirchen stößt, im Norden begrenzt von den Kirchspielen Norderbrarup und Böel, von denen der Oxbeck es scheidet, im Süden von den Kirchspielen Ulsnis und Boren. Es wird der Länge nach durchschnitten von der Schleswig – Kappelner Chaussee, der Breite nach von der Kiel – Flensburger Eisenbahn. Beide Wege, dazu noch die Kreisbahn, kreuzen sich in dem Hauptorte des Kirchspiels, dem großen, fleckenähnlichen Dorfe Süderbrarup.“ ...

Aus „Angeln“ Geschichtlich und topographisch beschrieben von H.N.U. Jensen, Dr. phil., Pastor zu Gelting 1844. Neu bearbeitet und bis auf die Gegenwart fortgeführt von W. Martensen, Pastor in Kahleby und J. Henningsen, Pastor in Böel. Jul. Bergas Verlag und Druckerei Schleswig, 1922.

Fakten zu Süderbrarup

Bürgermeister: Friedrich Bennetreu
Hauptort Südangeln, 22 km nordöstl. von Schleswig u. 10 km westl. von Kappeln, an der B 201
Geographische Lage: 540 38’ 11’’ Nord  90 46’ 47’’ Ost
Einwohner: 3854
Fläche: 8,1 km²
Postleitzahl: 24392

Hauptgemeinde im Amt Süderbrarup, Unterzentrum u. Erholungsort. Kirchen, Schulen, Bücherei, Kindergärten, Bahnstation, Post, Banken, Polizeistation, Ärzte, Apotheken, Supermärkte, Gaststätten, Handels‑ u. Gewerbebetriebe, Rinderzuchtstation, Tankstellen, Freibad, Sportplätze.

Die höchste Erhebung befindet sich mit 40 m östlich der Pleistruper Straße, die Niederung ist mit 13 m im Oxbektal. Der Mühlberg im Ort ist 34 m, und der Kirchberg 33 m hoch.

Einwohnerentwicklung

1803 mit 248,  1885 mit 610 und 2005 mit 3893 Einwohner, Ewh.‑Höchstzahl 1946: 4478 Menschen. Unter den Landgemeinden Angelns verzeichnet Süderbrarup das größte Wachstum der Einwohnerzahl, die 120 Jahre nach Gründung das Fünffache erreicht hat, was zur höchsten Bevölkerungsdichte unter allen Kommunen der Landschaft führte. In der Gemeindestatistik für Südangeln steht Süderbrarup als volkreichste, als einzige mit Einwohnergleichstand seit 1956 und im Zeitraum 1968‑87 als die Gemeinde mit den meisten Neubauten an erster Stelle.

Beschreibung des Wappens

Ein Fundstück aus dem Thorsberger Moor hat dem Wappenschild als Vorlage gedient. Der Flensburger Heraldiker Erwin Nöbbe hat bereits 1940 den Wappenentwurf gestaltet und dazu in seiner Beschreibung erläutert:

„Auf der Suche nach einem Charakteristikum lag es nahe, an den bedeutenden Fund germanischer Altertümer im Thorsberger Moor zu denken, der seit 1862 die Wissenschaftler der gesamten germanischen Welt stark beschäftigte und den Ort Sü­der­bra­rup weit über die Grenzen der engeren Heimat, sogar Deutschlands, bekannt machte. Die aus dem Thorsberger Moor stammende Form der Triskele in doppeltem Ring ist nur an dieser Stelle vorgekommen.“

Schon damals bemühte sich unser Ort um Genehmigung dieses Gemeindewappens, wurde jedoch durch ein Schreiben vom 15. Juli 1940 aus dem Kieler Staatsarchiv auf die Zeit „nach Friedensschluss“ vertröstet.

Postmeister Adolf Petersen griff in seiner Eigenschaft als kommissarisch eingesetzter erster Nachkriegsbürgermeister die Wappenfrage wieder auf. Es hat dabei zunächst offenbar Schwierigkeiten mit der Besatzungsmacht gegeben. Eine im Gemeindearchiv verwahrte handschriftliche Aktennotiz des Postmeisters, leider ohne Datum, besagt: „Im Jahre 1946 hat die Gemeinde Sü­der­bra­rup das oben abgedruckte Wappen von der englischen Militärregierung genehmigt bekommen. Die ursprünglichen Bedenken gegen das Wappen (es sei dem Hakenkreuz ähnlich) sind durch den Bericht über die Bedeutung des Wappens zerstreut worden.“

Nachdem Bürgermeister Petersen die ihm zur Seite stehenden Beigeordneten bzw. Gemeinderäte in einer Sitzung am 28. Mai 1946 über die inzwischen ausgesprochene Genehmigung informiert hatte, konnte das Flensburger Tageblatt seinen Lesern in der Ausgabe vom 8. Juni 1946 mitteilen: „Sü­der­bra­rup erhält ein Gemeindewappen“. Auch der damalige Pressebericht verweist auf die von der Militärregierung erteilte Erlaubnis für das Sü­der­bra­rup-Wappen.